Ute Seyberth liegt das Plattdeutsche besonders am Herzen. Als Leiterin der Niederdeutschen Bühne Brake investiert sie dafür viel Freizeit

 

Seyberth

BRAKE „Mir ist es sehr wichtig, dass die plattdeutsche Sprache hier in der Region präsent ist und erhalten bleibt.“ Dafür setzt sich Ute Seyberth seit nunmehr 24 Jahren ehrenamtlich ein. Die 54-Jährige ist nicht nur als Schauspielerin und Souffleuse bei der Niederdeutschen Bühne (NDB) aktiv, sondern engagiert sich seit einigen Jahren außerdem als Bühnenleiterin und gesetzliche Vertreterin – und das alles neben ihrem eigentlichen Beruf als Funktionsdiagnostikerin in einem Krankenhaus.

Dass es einmal so weit kommt, war zunächst jedoch nicht abzusehen. „Ich habe immer mit meinem Vater plattdeutsch gesprochen. Aber eigentlich war mir die Sprache früher peinlich“, verrät die gebürtige Brakerin. In ihrer Jugendzeit sei Plattdeutsch als „assig“ verschrieen gewesen. Mit den Jahren änderte sich Ute Seyberths Einstellung allerdings. „Heute bin ich richtig froh, dass ich das kann.“

Ihre erste Begegnung mit dem plattdeutschen Theater hatte sie in Emden. Dort lebte Ute Seyberth gemeinsam mit ihrem Ehemann Uwe für zwölf Jahre. „Eine Kollegin von mir war dort bei der Niederdeutschen Bühne. Aber damals hatte ich mich noch nicht getraut mitzumachen, da das Plattdeutsch in Ostfriesland ja anders ist, als hier.“ Wieder zurück in Brake, fasste sie sich dann aber doch ein Herz und trat der NDB bei. „Und das möchte ich auch nicht mehr missen.“

Besonders viel Freude hat Ute Seyberth an den Kinder- und Jugendgruppen der NDB, den Fleutjepieper, Twüschenkieker und Spökenkieker. „Ich bekomme mit, wie sie sich in die Sprache einfinden und dann auch selbst auf der Bühne stehen. Die Entwicklung der Kinder mitzubekommen, ist wirklich toll“, freut sich die Bühnenleiterin. Leider gebe es in Brake nur noch eine Schule, an der die Sprache gefördert werde. Für die Zukunft erhofft sich Ute Seyberth deshalb, dass in Familien künftig wieder mehr Niederdeutsch gesprochen werde. „Außerdem möchte ich natürlich viele Leute bei uns im Theater sehen“, lacht sie.

Ihre ehrenamtliche Arbeit bei der NDB nimmt bereits viel Zeit in Anspruch. Dennoch schafft es Ute Seyberth, sich auch noch beim ambulanten Hospizdienst zu engagieren. Seit fünf Jahren betreut sie mindestens drei Mal in der Woche eine ältere Dame. „Mir ist die ehrenamtliche Arbeit einfach wichtig und ich will zeigen, dass das auch mit Beruf und Familie geht“, erklärt die 54-Jährige, die stets auf die Unterstützung ihres Ehemannes zählen kann.
Aus Nordwest-Zeitung: Text, Bild und Video:  
Svenja Gabriel-Jürgens

        Video der NWZ

 

 


 

Martina Brünjes (NTD Delmenhorst) berichtet über ihre Eindrücke als Teilnehmerin des Seminars in Norden

Martina Brünjes

 

 

 

 

 

 

An diesem Wochenende hieß es ausprobieren, verstehen, lernen... bitte was? Ich habe an diesem Wochenende an dem ersten Teil des Regieseminares in Norden teilgenommen. Ja auch, das ist ein Teil der Geschichtenschmiede Bürstel. Da ich beim Niederdeutsches Theater Delmenhorst schon meine mittlerweile 11. Regie mache (meistens bei den NTD Jungs un Deerns, aber auch im Abendprogramm) wurde es mal wieder Zeit ein bisschen input zu bekommen. Übrigens ist es damit auch das 10. von mir geschriebene Theaterstück, welches die NTD Jungs un Deerns auf die Bühne bringen!


An Seminaren des Niederdeutscher Bühnenbund Niedersachsen & Bremen teilzunehmen, bedeutet immer einspannender Seminarinhalt durch Profidozenten. Die Atmosphäre während der Seminare ist immer positiv, weil die Teilnehmer motiviert sind, die Unterbringung gemütlich, und die Verpflegung und Organisation durch die ausrichtende Bühne jedesmal ein dickes Lob wert ist.
Mit auf der Seminarbank sitzen Theaterkollegen der Bühnen aus Niederdeutsches Theater Braunschweig, Jugend-Theater Gruppe Tusculum, Niederdeutsche Bühne Norden, Niederdeutsches Theater Aurich, Niederdeutsches Theater Cuxhaven und ich für das Niederdeutsches Theater Delmenhorst.

Gestern Abend hatten wir Teilnehmer dann die Ehre die Premiere der Niederdeutschen Bühne Norden mit dem Stück "Pension Schöller" mit der Regie von Regisseur Philip Lüsebrink zu sehen und uns auf der anschließenden Premierenfeier die Bäuche voll zu schlagen.
Nicht nur für die Regie, sondern auch für meine Autorentätigkeit, durfte ich wieder viele besondere Momente einfangen. Gestärkt und motiviert freue ich mich jetzt schon auf das nächste Wochenende.
😃Danke dafür, eure Martina


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